VOLUMO: 32 Nashörner auf einem Lkw
Gronau. Wieviel Nashörner passen auf den Auflieger eines Lastwagens? Blöde Frage? Ăberhaupt nicht. Denn je mehr Nashörner ein LKW transportieren kann, desto effektiver wird sein Einsatz. Am Beispiel des Spitzmaulnashorns macht denn auch die Hamacher Logistik GmbH die VorzĂŒge ihres neuen Sattelaufliegers VOLUMO deutlich, mit dem das Unternehmen in der Sparte GetrĂ€nkelogistik punkten will.
Vertreter namhafter GetrĂ€nkegroĂhĂ€ndler und -logistiker konnten sich jetzt im Rahmen einer VorfĂŒhrung am rollenden Objekt von den VorzĂŒgen des VOLUMO ĂŒberzeugen. Rein rechnerisch wurden die am Beispiel der Nashörner deutlich gemacht: Auf einem Standard-LKW-Auflieger können 29 davon (jedes 875 Kilo schwer) transportiert werden. Volumo kann 32 Nashörner also drei oder 10 Prozent zusĂ€tzlich chauffieren. Wobei sie problemlos doppelt ĂŒbereinander bis auf eine Höhe von drei Metern und eine LĂ€nge von 13,62 Meter geladen werden können. Umgerechnet in echte Ladung entspricht das 68 Europaletten mit einer Höhe von je 1,50 Metern. Der vom österreichischen Unternehmen Berger entwickelte Auflieger selbst wiegt lediglich 5.300 Kilo und fasst insgesamt 28.000 Kilo Ladung. Effizienter geht es nicht, sagen die Experten von Hamacher Logistik, die im Jahre 2005 mit dem Aufbau der Sparte GetrĂ€nkelogistik begonnen haben.
Inzwischen gibt es VertrÀge mit unter anderem Danone (Evian und Volvic). Neben dem Import der Produkte stellt vor allem das Leergutmanagement einen Schwerpunkt der TÀtigkeit dar. Im stÀndigen Einsatz sind in diesem Bereich des Unternehmens tÀglich bis zu 25 Fahrzeuge, die von Gronau aus disponiert werden, so Lothar Petzold, Klaus Matschke und Christian Schorr (GeschÀftsleitung Hamacher Logistik). 20 dieser Fahrzeuge fahren bereits mit dem Volumo-Auflieger. Mit der Sparte GetrÀnkelogistik wurde ein zusÀtzliches Standbein des seit zehn Jahren existierenden Unternehmens geschaffen. Klaus Matschke: Ein Standbein, das in den nÀchsten Jahren entscheidend dazu beitragen wird, die in den letzten Jahren entstandenen ArbeitsplÀtze in Gronau zu sichern und neue zu schaffen.

Die Hamacher Logistik Gruppe beschĂ€ftigt heute im zehnten Jahr des Bestehens 170 Mitarbeiter, der Fuhrpark umfasst 38 eigene Fahrzeuge, hinzu kommen 30 Subunternehmen, die im tĂ€glichen Festeinsatz fĂŒr Hamacher tĂ€tig sind. AuĂerdem werden im Durchschnitt 15 Transport-Einheiten im TagesgeschĂ€ft gechartert.
In der Anfangsphase bis 1999 wurde der Aufbau der nationalen Verkehre vorangetrieben, daneben engagierte sich Hamacher Logistik innerhalb der StĂŒckgutkooperation Cargo Trans Logistik AG (CTL). Moderne Technik unterstĂŒtzt dabei und hat Hamacher zu einem der gröĂten der 127 CTLPartnerunternehmen gemacht. 1998 wurde mit dem Einstieg in den Bereich Logistik der Neubau einer Logistikhalle erforderlich, 1999 folgte eine zweite Halle, bis heute wurde die KapazitĂ€t schrittweise um 10.000 Quadratmeter zusĂ€tzlich angemieteter LagerflĂ€che erweitert. Lagerung und Kommissionierung sind dabei nur ein Teil der AktivitĂ€ten: Weitere fĂŒr den Kunden relevante Dienstleistungen (Etikettierung, Verpackung usw.) runden die Palette ab.
Ab 2000 schlieĂlich wurde der Ausbau des GeschĂ€ftsbereiches Internationale Verkehre vorangetrieben. TĂ€gliche Fahrten fĂŒhren heute nach Frankreiche, Holland, Belgien, Ăsterreich, England und die Schweiz, andere europĂ€ische LĂ€nder stehen regelmĂ€Ăig auf dem Fahrplan. Petzold, Matschke und Schorr sind sich einig: Die Investition in den internationalen Verkehr hat sich als richtige Entscheidung zur richtigen Zeit erwiesen, da die Erweiterung der EuropĂ€ischen Union und die positive Entwicklung des EU-Binnenmarktes ĂŒberdurchschnittliche Erfolge und ein stetiges Wachstum ermöglichten. Fazit der GeschĂ€ftsleitung: Hamacher Logistik schaut nach zehn Jahren trotz aller Anspannungen in der Logistik-Branche und der Probleme, denen sich viele Wettbewerber ausgesetzt sehen optimistisch in die Zukunft.
4. April 2006 â WestfĂ€lische Nachrichten
